In Kirgisien kämpft die kleine anthroposophische Initiative Nadeschda seit 20 Jahren darum, dass behinderte Kinder und Jugendliche wie Menschen behandelt werden und Förderung erhalten. Dieses Projekt stand bis zu seinem Tod unter der Schirmherrschaft von Tschingis Aitmatow und wurde in den letzten drei Jahren durch unsere Stiftung ebenfalls unterstützt.
Derzeit erhalten etwa 70 schwer und mehrfach behinderte Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 2 und 24 Jahren Zuwendung, Bildung und Therapie auf der Grundlage der Waldorfpädagogik. Die kleine integrierte Waldorfschule ist als erste Waldorfschule in das Projekt der Assoziierten Schulen der UNESCO aufgenommen worden. Förderung erhalten die behinderten Menschen dort nicht nur über die heilpädagogische Waldorfschule, sondern auch durch Werkstätten und kleine Wohngruppen. Diese sind erforderlich, weil es sich nicht selten um Waisen handelt.
Dabei wirkt Nadeschda nicht nur im direkten regionalen Umfeld, sondern hat auch eine Ausbildungsstätte geschaffen, die durch die Ausbildung heilpädagogischer Mitarbeiter in den gesamten zentralasiatischen Raum hinein wirkt.
Unsere Stiftung gab in den letzten drei Jahren jeweils 10% der ausgeschütteten Beträge an dieses Projekt. Es war eine Gründungsidee unserer Stiftung, diesen „Zehnten“ in Projekte aus entwicklungsbedürftigen Ländern zu geben in der Erkenntnis, dass zwar auch bei uns großer Finanzbedarf für eine gute und dem Menschen gemäße Bildung besteht, dabei aber unsere Verantwortung für schwächere Teile dieser Welt nicht vergessen werden soll.
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